MEDIENSTANDARDS

Da in der Vergangenheit oft schlecht und falsch über Parkour berichtet wurde, bitten wir Sie diesen Text zu lesen und uns zu bestätigen, dass Sie bereit sind, unter diesen Bedingungen, mit uns zusammen zuarbeiten.

 

Dabei wollen wir keineswegs in journalistische Freiheiten eingreifen, sondern nur sicherstellen, dass unsere Sportart „unverfälscht“ vermittelt wird. Die Parkour Community versucht in der Symbiose mit Print- und Bewegtbildmedien Fehler vergangener Berichterstattung zu vermeiden und hat einige fundamentale Grundsätze, welche die Zusammenarbeit mit den Medien in dieser Hinsicht prägen.

 

Parkour ist die Kunst der effizienten Fortbewegung ohne jegliche Hilfsmittel

 

Wir wollen Parkour so komplett wie möglich darstellen und sind der Meinung, dass Parkour auch ohne schmückendes Beiwerk, beeindruckende Intensität und Spannung bietet. Akrobatik in Form von Salti und anderen Showelementen sind nicht Teil von Parkour und auch wenn einige Parkourläufer begabte Akrobaten sind, sollen diese Elemente nicht in Zusammenhang mit Parkour gebracht werden. Diese Elementen gehören dem „Freerunning“ an.

 

Parkour ist per se keine urbane Extremsportart. Gegenstand von Parkour ist die effiziente Fortbewegung auf allen Terrains und unter allen Bedingungen. Hartes Training, Sicherheit und eine gesunde Selbsteinschätzung sind die Kerngedanken unserer Kunst.

 

Desweiteren ist Parkour kein Wettkampfsport und wird an Veranstaltungen und Trainings auch nicht in dieser Form praktiziert. Nicht zu verwechseln mit z.B. Parcouring oder einem Format bei MTV.

 

Berichte in den Printmedien werden von uns nach Möglichkeit gegengelesen oder telefonisch nachbesprochen. Wir wollen hier nur die korrekte Darstellung von Parkour wahren und Sensationsreportagen entgegenwirken, keinesfalls aber in die kreativen Freiheiten einer Reportage eingreifen.

 

z.B. Falsche Schreibweise von Parkour, unterschiede von Parkour und Freerunning, Hintergrund Informationen, Art des Trainings in der Halle und Outdoor, Distanzierung von einzelnen Sportlern denen die Philosopie und Regeln egal sind (Dächer betreten, Sachbeschädigung, hohes Risiko).

 

Dieses Vorgehen hat in der Vergangenheit auch mit großen Namen aus der Magazin- und Zeitungswelt problemlos und zur Zufriedenheit aller Beteiligten funktioniert.

Eine ähnliche Einstellung vertreten wir in der Zusammenarbeit mit Radio und Fernsehen. Wir werden im Sinne des Parkour Spirits nur das zeigen, was unserem Verständnis von Parkour und unseren physischen Fähigkeiten entspricht. Parkour soll authentisch bleiben - wir verbiegen uns nicht für eventuelle, Redaktionsinterne Ziele.

 

Interviews, die unsere Sportler geben, sind dementsprechend nicht Sinnentfremdet zu schneiden oder einem anderen Kontext zuzuführen.

 

Wir wollen Berichterstattung entgegenwirken, die Parkour als eine waghalsig-akrobatische Risikosportart darstellen, welche von gelangweilten oder kriminellen Jugendlichen aus den Vorstädten betrieben wird und streben seriöse, objektive und kompetente Berichterstattung an. Für Hintergrund Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

Die Community hat aus gegebenem Anlass eine „Blacklist“ erstellt, in der sich Begriffe wieder finden, die mit Parkour in keiner Verbindung stehen, aber gerne benutzt wurden, um so mancher Berichterstattung einen reißerischen Charakter zu verleihen und die ein negatives Image von Parkour vermitteln. Diese Begriffe sollen in Zukunft ganz ausgespart werden oder in einem positiven Kontext gebracht werden.

 

Blacklist

Trendsport, Funsportart, Risikosport, waghalsig, leichtsinnig, Adrenalinjunkies, Akrobaten, Blumenbeete, Mülleimer, Privatgrundstücke, Hippe Häuser-Hopper, Risiko, Todesmutig, Spiderman, Ghetto, Superhelden und ähnliche Begriffe.

 

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit

Parkour Team

 

Urheberrecht liegt bei Parkour ONE